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Urea

Urea in der Kosmetik: Feuchtigkeitspflege für Ihre Haut

Wenn es um die richtige Pflege unserer Haut geht, stoßen wir oft auf verschiedene Inhaltsstoffe, von denen einer besonders hervorsticht: Urea. Urea, auch als Harnstoff oder Carbamid bekannt, ist ein wertvoller Bestandteil vieler kosmetischer Produkte. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Urea in der Kosmetik so beliebt ist und welche Vorteile es für die Feuchtigkeitspflege Ihrer Haut bietet.

Was ist Urea?

Urea ist eine natürliche Substanz, die in unserem Körper vorkommt und eine wichtige Rolle bei der Feuchtigkeitsregulierung unserer Haut spielt. Es ist ein Bestandteil des sogenannten natürlichen Feuchthaltefaktors (NMF) unserer Haut und hilft dabei, die Feuchtigkeit in der obersten Hautschicht, der Hornschicht, zu binden. Durch den Eiweißstoffwechsel entsteht Urea als Endprodukt und trägt zur Aufrechterhaltung des Feuchtigkeitsgleichgewichts in unserer Haut bei.

Feuchtigkeitspflege und mehr

Ein Hauptvorteil von Urea in der Kosmetik ist seine herausragende Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden. In Konzentrationen von 5-10 Prozent wirkt Urea hygroskopisch, das heißt, es zieht Wasser an und hält es in der Haut fest. Dies ist besonders vorteilhaft bei trockener Haut, da Urea dazu beiträgt, den Feuchtigkeitsgehalt aufrechtzuerhalten und die Haut vor Austrocknung zu schützen.

Darüber hinaus hat Urea noch weitere positive Eigenschaften. Es wirkt keratolytisch, was bedeutet, dass es abgestorbene Hautzellen sanft entfernt und die Haut glatter und weicher macht. Dadurch kann es auch helfen, Hautunreinheiten wie Verhornungen oder raue Stellen zu reduzieren.

Urea wird auch granulationsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, was bedeutet, dass es die Bildung von Granulationsgewebe unterstützt. Granulationsgewebe ist ein wichtiges Gewebe, das bei der Wundheilung entsteht und zur Bildung von gesundem Bindegewebe beiträgt. Daher wird Urea oft in Zubereitungen verwendet, die bei der Heilung von Wunden oder bei chronischen Entzündungen eingesetzt werden.

Anwendungsbereiche von Urea

Urea findet in verschiedenen Bereichen der Kosmetik Anwendung. Es wird häufig in Feuchtigkeitscremes, Lotionen und Seren eingesetzt, um trockene Haut zu hydratisieren und ihr ein geschmeidiges Gefühl zu verleihen. Menschen mit Hautzuständen wie Ichthyosis (auch als "Fischschuppenkrankheit" bekannt), Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis (atopisches Ekzem) können von den feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften von Urea besonders profitieren.

Darüber hinaus kann Urea auch zur Behandlung von rissigen oder spröden Hautstellen eingesetzt werden. Es hilft, die Haut zu regenerieren und ihre natürliche Schutzbarriere zu stärken.

Ein weiterer Vorteil von Urea ist seine antimikrobielle Wirkung. In höheren Konzentrationen wirkt es bakterientötend und kann sogar eine Anti-Pilzwirkung entfalten. Deshalb wird es auch in Produkten zur Behandlung von Fußpilz oder anderen Pilzinfektionen eingesetzt.

Worauf Sie achten sollten

Beim Kauf von kosmetischen Produkten mit Urea sollten Sie auf die Konzentration des Inhaltsstoffs achten. Konzentrationen von 5-10 Prozent sind ideal für die allgemeine Feuchtigkeitspflege und die Behandlung trockener Haut. Für spezifischere Anwendungen, wie z.B. die Behandlung von Hauterkrankungen, kann eine höhere Konzentration von Urea erforderlich sein.

Fazit

Urea ist ein wertvoller Inhaltsstoff in der Kosmetik, der Ihnen dabei helfen kann, Ihre Haut optimal mit Feuchtigkeit zu versorgen. Es bietet eine Vielzahl von Vorteilen, darunter die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden, die Haut zu glätten und die Bildung von Granulationsgewebe zu fördern. Wenn Sie unter trockener Haut leiden oder bestimmte Hautprobleme haben, sollten Sie die Verwendung von kosmetischen Produkten mit Urea in Betracht ziehen. Geben Sie Ihrer Haut die Feuchtigkeitspflege, die sie verdient!

Quellen:

Lein, A., Harnstoff richtig verarbeiten, PTA-Forum 7 (2003) 12.
Fischer, H., Harnstoff hoch konzentriert, PTA-Forum 8 (2003) 22.
Fischer, H., Harnstoff-Cremes richtig lagern, PTA-Forum 11 (2003) 26.
Horsch, W., Wolf, B., Harnstoff – Eine Übersicht unter besonderer Berücksichtigung seiner pharmazeutischen Verwendung und Analytik, Pharmazie 40 (1985) 665–676.